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Prager Hängung/Petersburger Hängung: Stilvolle Ordnung an deiner Bilderwand

Aktualisiert: 8. Apr.

Bilderwände sind mehr als Dekoration – sie erzählen Geschichten, schaffen Atmosphäre und verleihen Räumen Persönlichkeit. Zwei der bekanntesten Methoden, mehrere Bilder zu arrangieren, sind die Prager Hängung und die Petersburger Hängung. Beide haben ihren eigenen Charakter. In diesem Beitrag schauen wir uns beide Varianten genauer an und vergleichen sie miteinander.


Was ist die Prager Hängung?


Mehrere Bilder in unterschiedlichen Größen sind an einer Mittellinie platziert.
Orientierung an einer Mittellinie schafft Ruhe und Struktur.

Die Prager Hängung steht für klare Struktur und visuelle Ruhe. Im Mittelpunkt steht eine gedachte horizontale Linie auf Augenhöhe, an der sich alle Bilder orientieren. Egal ob Hoch- oder Querformat: Die Bildmitten oder oberen Kanten folgen dieser Linie.


Typisch für die Prager Hängung:

  • Alle Bilder sind an einer gemeinsamen Augenhöhe ausgerichtet

  • Gleichmäßige Abstände zwischen den Rahmen (ideal: ca. 5–8 cm)

  • Meist eine eher lineare oder leicht gestaffelte Anordnung

  • Viel „Luft“ zwischen den Bildern für ein aufgeräumtes Gesamtbild


Das Ergebnis wirkt harmonisch, modern und gut organisiert – perfekt für Wohnräume, Flure oder Homeoffices, in denen Ruhe und Klarheit gefragt sind.


Praktischer Tipp: Lege die komplette Anordnung vor dem Aufhängen auf dem Boden aus oder markiere sie mit Malerkrepp an der Wand. So bekommst du ein Gefühl für Proportionen, bevor du bohrst.


Was ist die Petersburger Hängung?


An einer Wand hängen Bilder in verschiedenen Größen. Alle in der Horizontalen an einer Linie ausgerichtet.
Die Petersburger Hängung wirkt lebendig und kreativ.

Die Petersburger Hängung ist das Gegenteil von streng geordnet. Sie ist inspiriert von klassischen Salonhängungen und lebt von Dichte, Vielfalt und Dynamik.


Kennzeichen der Petersburger Hängung:

  • Keine feste Augenlinie – die Bilder „fließen“ frei über die Wand

  • Unterschiedliche Formate und Rahmen sind ausdrücklich erwünscht

  • Sehr geringe Abstände zwischen den Bildern

  • Oft vom Boden bis zur Decke arrangiert

  • Ein zentrales Bild als Startpunkt, von dem aus sich die Komposition entwickelt


Diese Hängung wirkt lebendig, kreativ und ein wenig opulent – ideal für große Wände, Treppenhäuser oder für alle, die einen echten Galerie-Look lieben.


Wichtiger Tipp: Ein verbindendes Element (gleiche Rahmenfarbe, Passepartout, ähnliche Farbwelt der Bilder etc.) erzeugt ein harmonisches Gesamtbild.


Prager vs. Petersburger Hängung – die wichtigsten Unterschiede

Prager Hängung

Petersburger Hängung

Klare Linie auf Augenhöhe

Keine feste Linie

Gleichmäßige Abstände

Sehr enge, variierende Abstände

Ruhig, strukturiert, modern

Lebendig, verspielt, klassisch

Weniger Bilder mit viel Raum dazwischen

Viele Bilder dicht an dicht

Leicht planbar

Eher intuitiv wachsend

Kurz gesagt:Die Prager Hängung bringt Ordnung und Übersicht – die Petersburger Hängung lebt von Fülle und künstlerischem Chaos.


Welche Hängung passt zu dir?


Wenn du minimalistische Räume magst, klare Linien schätzt und deine Motive für sich wirken lassen möchtest, ist die Prager Hängung eine hervorragende Wahl. Liebst du dagegen kreative Vielfalt, Sammlungen und den klassischen Galeriecharakter, wirst du mit der Petersburger Hängung glücklicher.


Natürlich darfst du auch mischen: Eine strukturierte Prager Hängung im Wohnzimmer und eine expressive Petersburger Wand im Treppenhaus können wunderbar miteinander harmonieren.




 
 
 

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